J. SCHWARTZ
AUTOR
Jürgen Schwartz schreibt gerne. Am liebsten mit viel Humor. Er ist der Meinung, daß selbst eine an sich eher langweilige Geschichte unterhaltsam sein kann. Man muß sie nur richtig erzählen. Der Vortrag muß stimmen, egal bei welchem Thema oder bei welcher Gelegenheit. Mit Bedacht gewählte Worte zum rechten Zeitpunkt und am richtigen Ort können wahre Wunder bewirken.
Jürgen wohnt in der Schweiz. Er liebt die Berge, die Seen und das entschleunigte Leben, welches man sonst nur aus südlicheren Gefilden kennt. Die Sauberkeit und auch die in weiten Teilen noch vorhandene Anständigkeit der Menschen, die man anderswo lange suchen kann.
Jürgen hat schon sein ganzes Leben lang das getan, was ihm gefiel und was er für richtig hielt. Das endete nicht immer unbedingt glücklich, aber meist vorhersehbar und mit seiner Art von kontrollierter und selbsbestimmter Anarchie kann er gut leben. Mit dem Motto „Ich bitte lieber um Verzeihung, als um Erlaubnis“ (Zitat Charly Sheen) ist er bislang immer gut gefahren.
Die Themen, die Jürgen behandelt, sind vielfältig. Natürlich betrifft es in erster Linie solche, die ihn selbst am meisten interessieren. Er ist durch und durch Ästhet und alles Schöne ist seins. Das betrifft Mensch und Natur genauso wie alles Materielle. Dabei muß etwas nicht unbedingt, groß, protzig oder teuer sein. Nein. Es muß nur schön sein. Das mag für jene, die ihn nicht kennen, oberflächlich klingen, ist es aber nicht. Er macht sich Gedanken über eigentlich alles.
KURZGESCHICHTEN
Geschichten, die das Leben schrieb, witzig erzählt. In einigen dieser Geschichten geht es um das Thema Mann und Frau, deren Kommunikation untereinander und auch um den Versuch, unterschiedliche Interessen der beiden Geschlechter unter einen Hut zu bringen. Schauen wir einmal, wie gut das gelingt.
Die folgenden Passagen sind Originalausschnitte aus dem Buch "MEIN LIEBER MANN".
Einleitung "Unsterblich verliebt"
Vermutlich war jeder von uns irgendwann schon einmal unsterblich verliebt. Da Liebe bekanntlich blind macht, akzeptiert man in diesem schwerelosen Zustand oft Dinge, bei welchen man im Normalzustand schreiend weglaufen würde. Man ist hilflos, man kann sich nicht dagegen wehren und ist dieser Person, welcher man sich zugeneigt fühlt, restlos ausgeliefert. Jeder Gedanke dreht sich in jeder Sekunde nur um diesen einen Menschen, als würde es die restlichen 8 Milliarden überhaupt nicht geben. Man muss unter allen Umständen mit dieser Person zusammenkommen, koste es, was es wolle.
Selbst hartgesottenen Vertretern ihrer Gattung, zu welchen ich mich auch zähle, geht es hier an den normalerweise steinharten Kern und pulverisiert diesen in Sekundenbruchteilen zu Feinstaub. Es ist eine Naturgewalt, ähnlich einer Schneelawine oder einem pyroklastischen Strom nach einem Vulkanausbruch. Es gibt kein Entrinnen, denn beide sind mindestens 300 Stundenkilometer schnell.
Wie kommt es zu einer solchen, in vielen Fällen verhängnisvollen Begegnung und ab wann merkt man, dass man verloren ist und ab sofort, losgelöst von der Erde, durch die unendlichen Weiten des Universums schwebt?
Ich selbst habe diese Erfahrung mehr als einmal gemacht und mich jedes Mal dabei gefühlt, als wenn ein wunderschöner, rotglühender Lavastrom auf mich zukommen würde, von dem ich genau wusste, dass er mich früher oder
später verbrennen wird.
GEDICHTE
Gedichte entstehen meist dann, wenn irgendwelche außergewöhnlichen Lebensumstände eintreten, mit denen man nicht gerechnet hat. Dies gilt sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich.
Themen, welche durch die Medien hochgespielt werden und einem dann beschäftigen und dazu anregen, ein wenig mehr über gewisse Dinge nachzudenken als sonst üblich und das Ergebnis dann schriftlich festzuhalten.

SPRÜCHE
Sprücheklopfer gibt es wahrlich genug auf diesem Planeten. Bei den meisten ist nichts dahinter. Ihre Sprüche dienen nur der kurzfristigen Erheiterung des meist schlichten Publikums und sind praktisch ohne Inhalt oder Botschaft. „Das muss doch auch anders gehen, oder?“
