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KURZGESCHICHTEN


Das Buch "MEIN LIEBER MANN" enthält 8 Kurzgeschichten, welche ich hier jeweils in einer kurzen Einleitung anreißen möchte. Die Bilder und die Texte habe ich original aus dem Buch übernommen.

Einleitung "Thünnes und Schäl"


Diese Geschichte spielt in einer vorderpfälzischen Kleinstadt, die umringt ist von Weinbergen, sanften Hügeln und einer Menge Wald. Ein Paradies für Wanderer und Radfahrer, da die Steigungen gemächlich daherkommen und es so auch für Ungeübte möglich ist, sie zu erklimmen.

Wie in jeder Kleinstadt gibt es auch hier spezielle Typen, welche ein wenig aus der Norm der sonstigen Einwohner herausstechen. So auch unsere beiden Hauptdarsteller Bernd und Reinhard, die hier als Immobilienmakler ihr Unwesen trieben und durch nicht ganz alltägliche Verkaufsmethoden auffielen.

Ihr gesamtes Gehabe unterschied sich doch deutlich vom Rest der Welt. Sie waren beide auf ihre Art Meister der belanglosen Reden, verpackten diese aber so geschickt, dass man meinen konnte, sie hätten tatsächlich Ahnung von dem, was sie da gerade erzählten. Sie waren der Meinung, dass der Vortrag stimmen muss, um glaubhaft rüberzukommen, nicht aber der Inhalt und damit lagen sie gar nicht so falsch.


Einleitung "Modellsport"


Modellbau ist ein sehr schönes Hobby und hat mich schon in früher Jugend fasziniert. Mit dem „Kleinen Uhu“ von Graupner fing alles an. Der flog allerdings nur dorthin, wo er wollte, da er ja nicht ferngesteuert war und landete auch so, nämlich irgendwo im Nirgendwo.

Ein ferngesteuertes Motorflugmodell musste her, aber das war sehr teuer. Ich hatte also während der Sommerferien wochenlang geschuftet und mir dann eine Cessna samt Motor gekauft. Für die Fernsteuerung reichte die Kohle leider nicht. Freundlicherweise hatte mir ein Kumpel seine geliehen und es konnte nach dem Einbau losgehen.

Also ab auf den Flugplatz, den Motor angeworfen, die Fernsteuerung gecheckt und ab die Luzie. Natürlich muss man beim Start Vollgas geben. Dabei heult der Motor auf wie verrückt und man bekommt blitzartig feuchte Hände. Dadurch war ich ganz kurz abgelenkt und mein Flieger nahm Kurs auf das Vereinshäuschen. Ich zog das Höhenruder, um darüber hinwegzufliegen. Es ging steil nach oben und dann scharf nach rechts, allerdings nicht nach rechts oben, sondern nach rechts unten, direkt in ein Gemüsebeet. Totalschaden.


Einleitung "Willkommen im Leben"


Diese Geschichte wurde für eine junge Dame geschrieben, die sich auf den Weg machte, langsam aber sicher erwachsen zu werden. Ein Leitfaden fürs Leben, sozusagen. Jeder, der ein oder mehrere Kinder großgezogen hat, weiß, wie sehr Jugendliche solche gut gemeinten Ratschläge lieben. Aus genau diesem Grund hat diese junge Dame diese Geschichte auch niemals gelesen.

Junge Leute machen häufig ihr Abitur und anschließend zügig ihren Bachelor oder gar Master. Natürlich müssen sie spätestens zum Studium zu Hause ausziehen und sich eine Studentenbude suchen. Hier bekommen sie es zum ersten Mal mit einem Mietvertrag zu tun, den sie so noch nie gesehen haben. Schon gar nicht in der Schule. Auch, wie man eine Steuererklärung richtig ausfüllt oder sonstigen bürokratischen Kram erledigt, ist ihnen völlig fremd.

Die Eltern werden da nicht gefragt, weil die ja sowieso von nichts eine Ahnung haben. Also laufen die Jungs und Mädels von einer Falle in die nächste. Hier noch ein Abo und dort das Kleingedruckte nicht gelesen und schon haben wir den Schlamassel. Die Schule bereitet die jungen Leute nicht auf das richtige Leben vor. Sie können zwar eine Infinitesimalrechnung lösen, nicht aber die alte Tapete von einer Wand. Auch die Allgemeinbildung ist praktisch nicht vorhanden.

Als ich eine junge Frau darauf aufmerksam machte, dass sie ein spezielles Bild auf Instagram besser löschen sollte, weil da noch andere Leute drauf sind, die dadurch eventuell kompromittiert werden könnten, meinte sie, das Wort hätte ich gerade erfunden.
„Was soll man denn da noch sagen?“

Ich fuhr kürzlich in der Stadt korrekt in eine Einbahnstraße hinein, weil ich da ganz gerne parke. Da kommt mir ein riesiger, weißer SUV entgegen, mit zwei, zugegebenermaßen sehr hübschen, 18-jährigen Mädels. Ich zeigte mit dem Finger in die Richtung, aus der sie gekommen waren, um ihnen zu signalisieren, dass sie falsch herum in die Einbahnstraße gefahren waren. Die junge Lady versuchte dann halbherzig ein wenig auszuweichen.

Ihr Fenster war zur Hälfte heruntergelassen, sodass ich mit ihr sprechen konnte.

Ich sagte:
„Mädels, ihr fahrt in die falsche Richtung.“

Antwort:
„Ich hatte dort geparkt.“

Daraufhin ich mit hochgezogenen Schultern:
„Uuund?“

Antwort:
„Ja, irgendwo muss ich ja hinausfahren.“

Diese Antwort war ebenso unerwartet wie entwaffnend und machte jegliche Diskussion obsolet.

Mir blieb dann nur noch zu sagen:
„Alles klar. Und gute Besserung.“

Ich meine Alter:
„Wie doof kann man sein?“

Ich bin nur froh, dass mir die beiden Schwachmaten nicht auf der Autobahn begegnet sind.
Neulich unterhielt ich mich mit einer jungen Frau über TikTok und erwähnte nebenbei, dass mir diese Lieder gut gefallen, bei denen eine Sopranstimme von einem Bariton oder einem Bass unterlegt ist.

Frage von ihr:
„Hä? Was soll denn ein Bariton sein?“

Ich:
„Das ist eine männliche Gesangsstimme.“

Antwort von ihr:
„Woher soll ich denn das wissen?“

Diese junge Dame hat wohlgemerkt einen Master in der Tasche, was im Umkehrschluss bedeutet, dass sie mindestens 17 Jahre lang irgendwelche Schulen und Unis besucht hat. Da drängt sich mir doch zwangsläufig die folgende Frage auf:

„Was hat sie 17 Jahre lang gemacht, wenn sie anschließend nicht weiß, was kompromittierend oder Bariton bedeutet? Lernen jedenfalls, kann es nicht gewesen sein.“

Um jungen Leuten ein wenig unter die Arme zu greifen, wenn sie ins Leben starten, habe ich den folgenden Ratgeber geschrieben, der sie vor dem Schlimmsten bewahren soll. Wird vermutlich niemand von denen lesen, die es betrifft, aber egal. Ich habe es wenigstens versucht.


Einleitung "Motorjacht und Luftmatratze"


Diese Geschichte beginnt an einem Baggersee, der nicht deswegen so heißt, weil man dort super Mädels anbaggern kann, sondern weil er mit einem Bagger zur Kiesgewinnung ausgehoben wurde.

Für hiesige Bewohner ist dies im Sommer eine gern genutzte Möglichkeit, sich etwas Abkühlung zu verschaffen, denn die meisten Freibäder sind oftmals hoffnungslos überfüllt und einen Pool haben nur die wenigsten. Wir waren als Kinder schon immer an solchen Seen zum Baden und hatten jede Menge Spaß. Auf einer Luftmatratze lässt es sich auf jeden Fall den Sommer über ganz gut aushalten.

Etwas fürs Auge, was die Landschaft betrifft, findet man hier natürlich nicht. Ein Bagger, ein Förderband und ein paar grüne Hecken. Ende der Durchsage. Irgendwann stellte ich mir dann doch zwangsläufig die Frage, ob es nicht vielleicht irgendwo einen Ort gibt, der meinen ästhetischen Vorstellungen ein wenig mehr entgegenkommen würde.

Auch ist eine Luftmatratze nicht unbedingt das Mittel meiner Wahl, wenn es um Fortbewegung auf einem See geht. Und ich dachte mir so für mich:

„Das geht doch irgendwie besser, oder nicht?“


Einleitung "Porsche 993 4S


Natürlich geht es bei Männern immer um Autos und Mädels. Bei einigen auch ums Saufen, aber dazu zähle ich mich nicht. Alkohol schmeckt mir nicht und er mag mich auch nicht, sonst hätte er sich nicht immer auf diese gotterbärmliche Weise von mir verabschiedet.

Ein guter Kumpel von mir, seines Zeichens Immobilienmakler, hatte dafür umso mehr gesoffen. Er sagte mir einmal, er hätte noch nie nüchtern gevögelt und der Gedanke daran ließe ihn erschaudern. Außerdem hätte er nach eigener Aussage so viele Gabis wie Mini Coopers gehabt, womit wir auch schon beim Thema wären.

Er ist ein absoluter Autonarr und ein anerkannter Vertreter der Vollgaszunft. Seine Devise lautet:

„Hockenheim ist überall“

und dementsprechend ist auch sein Fahrstil. Zügig wäre da noch eine ziemliche Untertreibung, denn es gilt das Motto:

„Wer bremst, verliert.“

Er machte reichlich Kohle und entsprechend exklusiv war natürlich auch sein Fuhrpark. Er hatte so ziemlich alles gefahren, was gut und teuer war. Nun stand wieder einmal ein Modellwechsel an. Diese Nummer machte er jedes halbe Jahr.

Er hatte gleich drei neue Autos gekauft. Einen Fünfer BMW Kombi für seine Frau, natürlich mit der größtmöglichen Maschine, einen Range Rover und einen Porsche Carrera, allesamt mit Vollausstattung, versteht sich. Ich hatte mit ihm in der Vergangenheit schon einige lukrative Geschäfte gemacht und wenn ein neuer Fuhrpark eintraf, gab es da selbstverständlich Redebedarf und ein anschließendes Treffen. Und so war es auch in diesem Fall. Der Range Rover und der BMW interessierten mich nicht, wohl aber der 911er. Das Rolltor ging hoch und da stand er, wie für mich gemacht. Innen und außen schwarz, Vollausstattung und Sportauspuff. Herz, was willst du mehr.

Natürlich fragte ich ihn, wie das Teil geht und er meinte, er sei ihn noch gar nicht gefahren, weil er momentan im Stress stünde. Ich hatte an diesem Tag leider nur wenig Zeit und sagte ihm zum Abschied, dass, wenn er den verkaufen sollte, ich ihn nehmen würde.

Vierzehn Tage später trafen wir uns wieder. Ich fragte ihn nach dem Porsche. Er meinte, er sei immer noch nicht damit gefahren und er würde ihn verkaufen. Ich sagte, ich nehme ihn. Er gab mir den Schlüssel und ich fuhr davon.


Einleitung "Jungfrau Aszendent Auweia"


Männer und Frauen, die sich in einer Beziehung befinden, haben es oft nicht leicht miteinander. Speziell dann, wenn einer von beiden extrem seinen Hobbys frönt und der andere dafür kein Verständnis hat.

Es ist ja landläufig bekannt, dass Männer von früher Jugend an auf Autos stehen und wenn man später die Möglichkeiten dazu hat, wird das auch gerne ausgelebt, zum Leidwesen der Partnerinnen.

Denn es ist auch klar, dass es Frauen gibt, die auf Männer mit tollen Autos stehen, weil sie in den meisten Fällen davon ausgehen, dass ein solcher Mann vielleicht auch in der Lage wäre, ihnen ein schönes
Leben zu finanzieren, was natürlich auch der gerade aktuellen Partnerin nicht verborgen bleibt.

Wenn ein Mann sich also so ein Teil zulegt, führt das unweigerlich zu Spannungen in der Beziehung und ist der Familienplanung nicht gerade förderlich.


Einleitung "Kommunikation zwischen Mann und Frau"


Die Kommunikation zwischen Mann und Frau ist von jeher schwierig, weil beide Parteien nicht unbedingt dieselben Absichten haben, was das andere Geschlecht betrifft. Die Frauen suchen schon in recht jungen Jahren einen Partner, den sie heiraten und mit dem sie eine Familie gründen können.

In manchen Ländern, auch in europäischen, gelten unverheiratete Frauen über 30 als nicht oder nur schwer vermittelbar. Sie sind genau genommen eine Schande für die ganze Familie. Kaum zu glauben, dass dies im heutigen Europa noch gang und gäbe ist.

Die Jungs dagegen fühlen sich am wohlsten im Hotel Mama und denken Tag und Nacht nur daran, wie sie die nächste Tussi flachlegen können. Von Familienplanung und Erlangung wirtschaftlicher Unabhängigkeit vom Elternhaus keine Spur. Man muss kein Psychologe sein, um zu erkennen, dass da etwas nicht zusammenpasst. Ein einfaches Beispiel:

Er sagt: „Du vögelst nicht mehr mit mir.“

Sie entgegnet: „Und du redest nicht mit mir.“

Da beide hier irgendwie zusammenkommen wollen, fragt sie:
„Womit fangen wir an?“

Antwortet er: „Mit vögeln. Geredet haben wir ja jetzt.“

Und so zieht sich das durch wie ein roter Faden. Beide Geschlechter reden permanent aneinander vorbei. Hinzu kommt, dass durch die modernen Kommunikationsmittel praktisch ein Dauerbeschuss auf die jeweiligen Smartphones stattfindet mit einer gnadenlosen Daten- und Informationsflut, welche die Eigentümer praktisch dazu zwingen, pausenlos auf ihr Handy zu schauen. Das im Grunde Asozialste, was es im Moment gibt, ist die Social Media Landschaft, die junge Menschen dazu verleitet, irgendwelchen Idealen hinterherzurennen, die es überhaupt nicht wert sind.

Die Kommunikation von Smartphone zu Smartphone flutscht wie geschmiert, die persönlichen Kontakte dagegen leiden darunter enorm. Die vielen jungen und auch die älteren Singles tun sich schwer, in diesem Umfeld den passenden Partner zu finden.


Einleitung "Unsterblich verliebt"


Vermutlich war jeder von uns irgendwann schon einmal unsterblich verliebt. Da Liebe bekanntlich blind macht, akzeptiert man in diesem schwerelosen Zustand oft Dinge, bei welchen man im Normalzustand schreiend weglaufen würde. Man ist hilflos, man kann sich nicht dagegen wehren und ist dieser Person, welcher man sich zugeneigt fühlt, restlos ausgeliefert. Jeder Gedanke dreht sich in jeder Sekunde nur um diesen einen Menschen, als würde es die restlichen 8 Milliarden überhaupt nicht geben. Man muss unter allen Umständen mit dieser Person zusammenkommen, koste es, was es wolle.

Selbst hartgesottenen Vertretern ihrer Gattung, zu welchen ich mich auch zähle, geht es hier an den normalerweise steinharten Kern und pulverisiert diesen in Sekundenbruchteilen zu Feinstaub. Es ist eine Naturgewalt, ähnlich einer Schneelawine oder einem pyroklastischen Strom nach einem Vulkanausbruch. Es gibt kein Entrinnen, denn beide sind mindestens 300 Stundenkilometer schnell.

Wie kommt es zu einer solchen, in vielen Fällen verhängnisvollen Begegnung und ab wann merkt man, dass man verloren ist und ab sofort, losgelöst von der Erde, durch die unendlichen Weiten des Universums schwebt?

Ich selbst habe diese Erfahrung mehr als einmal gemacht und mich jedes Mal dabei gefühlt, als wenn ein wunderschöner, rotglühender Lavastrom auf mich zukommen würde, von dem ich genau wusste, dass er mich früher oder später verbrennen wird.